Dies war sozusagen die erste Reise in 2026 und es war im Prinzip eine Wiederholung des Marineausflugs von vor drei Jahren, der hier beschrieben ist. Zielort war diesmal allerdings Bremerhaven, aber es ging natürlich auch nach Helgoland. Und natürlich waren es die gleichen sechs Personen, die sich auf den Weg gemacht haben.
Los ging es am Freitag, den 1. Mai, so gegen 9 Uhr morgens, und mit einem Ladestop für unser neues Elektro-Auto bei Münster war es dann 14 Uhr, als wir in Bremerhaven am B&B Hotel vorfuhren.

Zu meinen Lieblingshotels werden die B&B Hotels nun nicht, wirklich begeistert hatte das Hotel in Wilhelmshaven nicht, und das Hotel hier in Bremerhaven fand ich nun eher schlecht. Keine Frage, die Hotels sind günstig, aber ich finde, das „Sparen“ wird bei der Kette übertrieben zelebriert. Los geht es damit, das keine NFC-Karte zum Öffnen der Türen verwendet werden, immer müssen wir eine sechsstellige Nummer (egal ob an der Hotel-Aussentür, der Parkplatzschranke oder der Zimmertür) mühsam eingeben. Und eine Reinigung des Zimmers findet erst ab dem dritten Tag statt; es sei denn, man sieht den kleinen Aufkleber über dem Schreibtisch rechtzeitig und bestellt eine Extra Reinigung. Na ja, und hier in Bremerhaven wurde nun nicht ein einziger Quadratmillimeter Platz verschwendet, überall war es sehr eng.

Die Gruppe machte sich als Erstes auf zu den Havenwelten, dem touristischen Schwerpunkt Bremerhavens im Bereich alter und neuer Hafen, und wir kamen dann tatsächlich einige Hundert Meter weit bis zum neuen Hafenbecken und dem dort liegenden Schulschiff Deutschland. „Kombüse geöffnet“ stand an der Gangway und damit war es Zeit für einen ersten Imbiss (bzw. Umtrunk).
Die „Schulschiff Deutschland“ (Schulschiff gehört zum Namen) ist ein ehemaliges Segelschulschiff der deutschen Handelsschifffahrt. Das Schiff wurde 1927 in Dienst gestellt und ist 86 Meter lang. Seit 2022 liegt das Schiff hier in Bremerhaven im neuen Hafen und kann besichtigt werden:



Nach dem Besuch des Schiffes schafften wir es dann noch um das Hafenbecken herum bis zum Weserdeich, wo einige dann den zweiten Umtrunk der Reise starteten.

Dann war es auch schon Zeit fürs Abendessen in einer Pizzeria in der Innenstadt am südlichen Ende der Bürgermeister-Smidt-Straße, der „Einkaufsmeile“ Bremerhavens.
Von dem 800 Meter langen Rückweg ins Hotel noch zwei Fotos:


Am Samstag (dem 2. Mai) stand dann der „traditionelle“ Ausflug nach Helgoland an. Er ging wieder ab Cuxhaven, da die Verbindung ab Bremerhaven seit diesem Jahr nicht mehr angeboten wird. Wir mussten also früh aufstehen, aber auf der Autobahn war nichts los und kurz nach 8 Uhr waren wir schon am Anleger und mussten zunächst warten, bevor wir an Bord durften.

An Bord gibt es erstmal Frühstück, und ansonsten ist das Gleiche zu sehen wie beim letzten Mal. Das gilt auch für Helgoland, daher gibt es jetzt relativ wenig Fotos:

Auf Helgoland geht es etwas schneller als beim letzten Mal, da wir das Programm schon vorher besprochen haben. Drei marschieren nochmals zur Langen Anna, die anderen drei bleiben im Unterland und schauen sich dort um.
Ich bin bei der Tour zur Langen Anna mit dabei und recht schnell geht es den Invasorenpfad hinauf und „oben“ dann den Klippenpfad entlang.



Zurück laufen wir etwas anders wie letztes Mal und kommen damit durch den Ort auf dem Oberland.


Wir gehen die Treppe hinunter und treffen die Anderen bei einem Fischbrötchen in der Aquariumstraße. Auch wir leisten uns ein Fischbrötchen. Stephan und ich wollen uns dann noch die Landungsbrücke anschauen und machen uns daher selbständig.

Zwei „Piratenfahnen“ wehen da am Mast und geben Gelegenheit für einen kleinen Exkurs. Schon auf dem Schiff waren uns einige Personen aufgefallen – „Guck mal da sind die 80er Jahre“. Es sah so aus als würden die Mitglieder einer Punk Band sich zum Sekt Stullen schmieren. An diesem Wochenende gab es nämlich auf Helgoland eine Veranstaltung, die man dort eigentlich vermutet. „Rock’n Roll Butterfahrt“ heisst das Ganze und ist tatsächlich ein Punkrock Festival auf der Düne (man wirbt als „das größte kleinste Festival der Welt“), zum 17. Mal fand es statt. Wie auf der Fähre sehen wir daher auch auf der Insel Leute, die sonst eher weniger hier herkommen, und an einigen Stellen kommen wir dann auch in den Genuss der entsprechenden Musik – aus dem Kofferradio, drumrum tanzt man mit der Bierdose in der Hand. Mein Fazit des Ganzen: Auch „Punk“ ist alt geworden.



Und dann gehen wir zurück zum Anleger im Hafen und überholen dabei den Rest der Gruppe, der noch eine „Erfrischungspause“ in einer Kneipe vor dem Kai eingelegt hat. Am Anleger sind wir sehr früh und müssen noch etwas auf das Boarding warten.

In Cuxhaven essen wir im Fischrestaurant ‚Hus op’n Diek‘. Das ist wesentlich größer und auch wesentlich besser besucht als ich erwartet hatte und darum finde ich das ganze Ambiente nicht so besonders. Zum Essen muss ich sagen, das der Labskaus zwar recht schmackhaft war, aber die Portion recht klein (Auch darüber gibt es andere Meinungen)..
Und danach ging es schlussendlich noch gute 30 Minuten auf der Autobahn zurück nach Bremerhaven.