Studiosus wählte als Abfahrtsort für die Reise Mannheim, und da mussten wir am Morgen natürlich hinkommen. Das sollte mit der Bahn geschehen, und startete mit einer kleinen Schrecksekunde am Vorabend, als wir feststellten das die die S-Bahn nur bis Köln-Mülheim fährt und nicht nach Deutz. Wir riefen einen befreundeten Taxifahrer um Hilfe und der brachte uns dann am frühen Morgen problemlos zum Deutzer Bahnhof. Der ICE war ziemlich pünktlich und die Fahrt bis Mannheim ereignislos.
In Anbetracht der nicht immer pünktlichen Bahn hatten wir ziemlich viel Reserve in unseren Fahrplan eingebaut, und wir waren jetzt in Mannheim und hatten noch viel Zeit bis zur Busabfahrt und entsprechend Langeweile. Zum Glück ist schönstes Wetter und wir verbringen die Zeit auf einer Bank gegenüber dem Hauptbahnhof.


Treffpunkt für die Reise war im Untergeschoss des Bahnhofs, und als wir rechtzeitig vor 13 Uhr dort auftauchten, sahen wir zwar rechts und links der Rolltreppen einige Personen mit Studiosus Anhängern am Koffern, aber von der Reiseleiterin gab es keine Spur. Ich fing schon fast an, nach der „Notrufnummer“ zu suchen, aber Punkt 13 Uhr (oder auch ein paar Minuten später) traf sie doch ein. Nachdem die Gruppe – es waren insgesamt etwa 20 Teilnehmer – zusammengetrommelt war ging es im Gänsemarsch zum Busbahnhof und wir konnten uns im Bus einrichten (Warum man nicht gleich den Busbahnhof als Treffpunkt nimmt, ist mir unerklärlich, denn da sieht es eher besser aus wie im Untergeschoss des Hauptbahnhofs).

Und dann geht es los, über die Autobahn Richtung Saarbrücken, dort über die Grenze und dann vorbei an Metz nach Nancy, wo wir am Spätnachmittag eintreffen.

Unser Hotel in Nancy ist ein Mercure nahe des Bahnhofs, und ich stelle es mal hier vor:

Und zwei Aufnahmen aus dem Zimmer:


Das Umfeld des Hotels sah jetzt sehr nach städtebaulichem Sanierungsgebiet aus, das Hotel war vielleicht das erste fertiggestellte (bzw. renovierte) Gebäude, im Hotel sah alles recht neu aus und Teile waren noch abgesperrt.
Obwohl es schon recht spät war, wollten Stephan und ich noch etwas von der Stadt sehen und wir sind daher recht schnell los und haben vor dem Abendessen noch einen kleinen Rundgang zum Place Stanislas geschafft.

Den direkten Weg zum Place Stanislas schlugen wir nicht ein, vom Hotel aus gingen wir nach links entlang der Rue de Serre zum Place Carnot.
Was uns gleich auffiel und für die anderen Städte in Frankreich auch gilt: Hier steht noch jede Menge alte Bebauung.
In der Rue de Serre:


Der Place Carnot ist jetzt nicht weiter erwähnenswert, er geht in die Allee „Cours Léopold“ über, die ist benannt nach Leopold I. von Lothringen. Der Platz selber ist nach Präsident Sadi Carnot (geboren 1837, ermordet 1894) benannt, und auf ihm finden wir den Obélisque de Nancy. Der wurde ebenfalls zu Ehren Carnots erbaut und 1896 eingeweiht.



Wir drehen jetzt um und gehen Richtung Place Stanislas, dabei kommen wir durch die Grande Rue. Am Anfang findet sich die Porte de la Craffe, das einzige Überbleibsel der mittelalterlichen Besfestigungsanlagen. Es wurde im im 14. und 15. Jahrhundert erbaut.

Einige Fotos entlang der Grande Rue.





Vorbei am Regierungspalast (Palais du Gouvernement), in dem sich inzwischen Museen und kulturelle Einrichtungen befinden, erreichen wir dann über den Place de La Carriére den Place Stanislas.
Der Platz wurde von Stanislas Leszcynski, dem Herzog von Lothringen, entworfen und zwischen 1751 und 1755 unter der Leitung des Architekten Emmanuel Heré erbaut. Der Platz hieß ab 1755 „Place Royale“, seit 1851 „Place Stanislas“ nach dem Herzog.








Zurück zum Hotel geht es dann gleich los zum Abendessen. Fast jeden Abend ist dies inklusiv im Reisepreis, und heute, am ersten Abend zur Begrüßung, etwas besser (dabei ist das inklusive Essen während der Reise immer sehr gut). Heute sind sogar die Getränke (Wein, Wasser, Kaffee) inklusive, die müssen ansonsten selber bezahlt werden. Die Reiseleiterin führt die Gruppe in die Brasserie L’Excelsior, 1911 wurde sie eröffnet. Das Gebäude – früher ein Hotel – und die Inneneinrichtung sind im Jugendstil unds tehen seit 1976 unter Denkmalschutz.


Und das Essen will ich dann auch mal vorstellen:


Danach war der Tag aber noch nicht zu Ende. Unter dem Namen „La Belle Saison“ gibt in den Sommermonaten auf dem Place Stanislas jeden Abend eine kostenlose Ton- und Lichtshow, dabei werden Videos auf die Gebäude rund um den Platz projiziert, untermalt vonMusik.
Wir sind also nochmal vom Hotel los zum Place Stanislas.



Die Show startet um 22:00 Uhr und in diesem Jahr ist der Titel: „Morphing Architecture“. Das Werk erforscht unsere Beziehung zu Erbe, Zeit, künstlicher Intelligenz und Farben. Die Show hat dabei vier Teile. Nun ein paar während der Show aufgenommene Fotos, das erste Foto ist vom Beginn des dritten Aktes – Morphing Statuary.





Und das wars nun wirklich für den Tag.