Am Sonntag (3.5.) blieben wir in Bremerhaven und schauten uns in der Stadt um, als Erstes hatte die Gruppe dabei eine Hafenrundfahrt aufs Programm gesetzt.
Hafenrundfahrten kann man in Bremerhaven einige machen, die meisten dauern eine Stunde und bleiben in den inneren Häfen (alter/neuer Hafen, Kaiserhafen usw.) und werden mit eher kleineren Böötchen (Barkassen) durchgeführt. Daneben gibt es die „Dicke Pötte Tour“, die auf die Weser hinausführt zu den Container Terminals und den davor liegenden großen Frachtschiffen, den „dicken Pötten“ eben. Diese Tour wollten wir mitmachen, und die findet nicht so häufig statt, an Sonntagen immerhin zweimal; die erste Tour startet dabei um 11 Uhr morgens.







Und dann kommen wir zu den Containerterminals und den dort liegenden dicken Pötten:






Zwei Schiffe, die uns auf der Rückfahrt begegnen:


Nach der Rückkehr und nachdem wir wieder an Land sind, kommt die Idee auf, die Aussichtsplattform auf dem nahen Atlantic Hotel zu besuchen. Gesagt, getan:





Danach kam die Idee auf, sich das „Schaufenster Fischereihafen“ anzuschauen. Das ist eine weitere touristische Ecke, und zwar in den Fischereihäfen am Ende des Hafenbeckens I. In der ehemaligen Packhalle IV aus dem Jahre 1907 finden sich nun jede Menge Restaurants und Souvenirshops. Begonnen wurde der Umbau ab dem Jahr 1990. Gegenüber gibt es den Fischbahnhof, eine Eventlocation, für die die Stahlkonstruktion des ab 1914 erbauten ehemaligen Fischversandbahnhofs hierhin transportiert und neu aufgebaut wurde.
Transporttechnisch fuhr die Hälfte der Gruppe mit dem Auto, die andere Hälfte ging zu Fuß und wir landeten dann zu einer Pause im nächstbesten Restaurant im Fischereihafen, das gar nicht schlecht war. Nach der Pause sind wir den ganzen Platz abgelaufen und haben uns die anderen Shops und Restaurants angesehen. Stephan und ich haben uns noch ein wenig Kultur angetan und im Fischbahnhof die „360° Multivisionen“ angeschaut. Das sind zwei an alle Wände (also rundum) eines Saales projizierte Videos, zum einen über Fischerei und die Geschichte des Fischereihafens, zum anderen über die Unterwasserwelt der Ozeane. So richtig überwältigend fanden wir dies allerdings nicht.
Den Rest der Gruppe fanden wir danach im Restaurant wieder, wo sie nach dem Bummel gleich die nächste Pause eingeläutet hatten, und der Einfachheit halber sind wir auch zum Abendessen da geblieben.
Noch ein paar Fotos, zunächst mal Hein Mück, eine Symbol- und Werbefigur für Bremerhaven. Ob es diese Person wirklich gab ist fraglich, bekannt wurde sie mit dem 1930 erschienenen Schlager „Hein Mück aus Bremerhaven“ (Text: Charles Amberg, Musik: Willy Engel-Berger), der u.a. von Hans Albers und Lale Andersen gesungen wurde.

Und nun zwei Fotos des Platzes mit der ehemaligen Packhalle und den Restaurants darin bzw. davor:


Für den Weg nach Hause war es für die Hälfte der Gruppe recht einfach, sie konnten mit dem Auto fahren, der Rest musste die Bushaltestelle suchen und das Deutschlandticket nutzen, um zum Hotel zurückzukommen.
Montag (4.5.) war dann der letzte Tag der Reise und der Weg zurück nach Köln stand an. Vorher sollte es aber noch ein bisschen Nordseeküste geben, der Vorschlag, nach Fedderwardersiel zu fahren, war aufgekommen und angenommen worden.
Fedderwardersiel ist ein kleines Örtchen in Butjadingen. Butjadingen nennt man den nördlichen Teil der Halbinsel zwischen Jade und Weser, die Gegend ist eher abgelegen und dünn besiedelt.
Um dahin zu kommen, muss man von Bremerhaven aus über die Weser und das geht dort nur mit der Fähre nach Nordenham. Nach dem Check Out geht es zum Fähranleger und wir setzen über:



Fedderwardersiel ist nun recht klein, aber aufgrund irgendwelcher Bauarbeiten herrscht in der Hafenstrasse ziemliches Chaos und wir müssen auf dem riesigen Parkplatz vor dem Ort parken, gegen gutes Geld natürlich.

Im Großen und Ganzen besteht unser Aufenthalt daraus, vom Parkplatz zum Hafen und dort die Hafenstraße einmal auf und ab zu laufen. Am Deichdurchlass ist de Verkauf der Butjadinger Fischereigenossenschaft mit Imbissbude, und damit steht einem Fischbrötchenimbiss zum Abschluss des Aufenthalts nichts im Weg:
Ein paar Fotos:

Die Sielmündung und dahinter die Weser:




Lang war der Aufenthalt also nicht. Dann ging es noch weiter, quer über die Butjadinger Halbinsel nach Eckwarderhörne. Das liegt genau am Ende des Jadebusens, dort mündet die Jade in die Nordsee. Gegenüber liegt Wilhelmshaven. Hier waren wir 2012 während unseres Aufenthaltes in Neuharlingersiel schon mal vorbeigekommen und ich wollte noch mal kurz vorbei. Die Luft war allerdings raus bei de Gruppe, alle wollten nach Hause, und so wurde es ein sehr kurzer Aufenthalt. Immerhin, bis zum Ende des Wellenbrechers bin ich gekommen.



Damit geht die Tour zu Ende, wir verabschieden uns und es geht zurück nach Köln. Wir müssen unseren Wagen zwischendurch einmal Laden, das erledigen wir bei Osnabrück.

