Über Troyes nach Auxerre

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Das ist nochmal ein langer Fahrtag mit einer über 300 Kilometer langen Strecke. Mittags unterbrechen wir die Fahrt für einen mehrstündigen Aufenthalt in Troyes. Die Universitätsstadt mit etwa 62.000 Einwohnern liegt an der Seine (von der wir aber nicht viel gesehen haben) und ist der historische Hauptort der Champagne.

Unser Bus bei einer Rast unterwegs. Die französischen Autobahnen sind zwar teuer (Maut!), aber in exzellentem Zustand – auch die Raststätten.
Ausstieg aus dem Bus war am Canal du Trevois

Danach begann der erste Teil des Besichtigungsprogramms, unter Führung der Reiseleiterin geht es zur ersten Kirche, der Cathédrale Saint-Piere e Saint Paul. Die Kirche stammt aus dem 13. Jahrhundert und beeindruckt mit ihren Buntglasfenstern.

Vorbei gehen wir am Hôtel du Petit Louvre, das Gebäude geht auf das 13. Jhdt. zurück.
Die Front der Kathedrale
Der Eingang

Der Bau der Kathedrale dauerte über 400 Jahre, begonnen wurde 1198, der Turm Saint-Pierre 1634 vollendet. Der Turm Saint-Paul wurde nie errichtet. Bekannt ist die Kirche dafür, das sie mit die schönsten Glassfenster in Frankreich hat, insgesamt 1.500 m2.

Einige Fotos aus dem Innenraum:

Die Glasfenster:

Noch einige Motive aus der Kathedrale:

Eines der Seitenschiffe

Nach der Besichtigung der Kirche machen wir uns dann langsam auf in Richtung Stadtzentrum, die Führung der Reiseleiterin endet dort an der Markthalle, dann werden wir in die Mittagspause entlassen.

Die Altstadt ist recht malerisch, mit vielen erhaltenen Häusern des 16. bis 18. Jahrhunderts. Wir laufen die Rue de la Cité und die Rue Georges Clemenceau entlang.

Blick zurück: restaurierte alte Häuser auf dem Petrus-Platz an der Kathedrale
Entlang der Rue de la Cité
Im Gebäude am Beginn der Rue Georges Clemenceau befindet sich eine Apotheke
Blick entlang der Rue Georges Clemenceau
Fassaden an der Straße
Vorbei kommen wir an der Basilique Saint-Urbain. Sie geht auf den in Troyes geborenen Pabst Urban IV. zurück, der sie ab 1261 erbauen liess. Die Kirche wurde 1389 geweiht. Die Fertigstellung folgte z.T. erst erheblich später, z.B. der obere Teil des Kirchenschiffs erst Ende des 19. Jahrhunderts, oder das Portal auf der Westseite 1905.
Zentral in der Stadt befindet sich der Place Alexandre Israël, an dessen Nordseite findet sich das Rathaus, von 1624 bis 1672 erbaut
Jenseits des Platzes setzt sich das Gewirr der schmalen Gassen fort. Links ist die Kirche „Église Saint-Jean-au-Marché
Eine der Gassen ist die Rue Champeaux
Weiter entlang der Rue Champeaux
Lampe und Straßenschild an einem Haus in der Rue Molé

Und damit sind wir dann an der Markthalle und am Ende des Vormittagsprograms. In der Markthalle ist nicht viel los, so dass wir nur einen kurzen Blick hineinwerfen, danach suchen Stephan und ich uns etwas zu Essen in der Altstadt.

In der Markthalle

Gesättigt, machen wir uns langsam auf den Rückweg zum Canal du Trévois, um dort die Gruppe für das Nachmittagprogramm zu treffen.

Es geht in das Cité du Vitrail „Museum“. Es ist untergebracht in den historischen Gebäuden des Hôtel-Dieu-le-Comte („Stiftungskrankenhaus“) und der Kunst und Geschichte der Buntglasfenster gewidmet.

Lichtinstallation im Treppenhaus
Eines der ausgestellten Buntglasfenster
Auch „moderne“ Fenster sind ausgestellt.

Zum Komplex gehört einer kleiner Garten, da bleibt etwas Zeit für ein paar Fotos, bis der Bus uns weiter zum Zielort, Auxerrre, bringt:

Aussicht durch den Garten auf die Cathédrale Saint-Piere e Saint Paul.
Blick auf den Canal du Trévois mit seinen Springbrunnen
Wir machen ein Selfie vor dem Kanal

Auf der weiteren Fahrt kommen wir durch Pontigny, dort befindet sich eine 1114 geründete Zisterzienserabtei. Die ist eine der vier Primarabteien, die vom Mutterkloster aller Zisterzienser, der Abtei Cîteaux, aus gegründet wurden.

Ein kurzer Blick aus dem fahrenden Bus: an der Kreuzung steht ein Ehrenmal, dahinter das Tor des Klosters

Die Innenstadt von Auxerre liegt recht malerisch auf einem kleinen Hügel am Fluss Yonne. Die Gruppe wird zu einem „Get together“ auf einen Fußgängersteg über den Fluss mit bester Aussicht gescheucht und die Reiseleiterin spendiert eine (oder zwei) Flaschen Wein, damit wir uns mal gegenseitig vorstellen und kennen lernen. Ich nutze das Ganze zum Fotografieren:

Das ehem. Kloster (jetzt Museum) Saint-Germain d’Auxerre
Die Cathédrale Saint-Étienne d’Auxerre
Und nach links die Église Saint-Pierre d’Auxerre
Die Brücke Pont Paul Bert

Und dann geht’s ins Hotel, es ist das Hotel Le Maxime direkt am Ufer der Yonne, und über dieses Hotel kann ich nur Negatives sagen:

Hotel Le Maxime
Unser Zimmer im Dachgeschoss, am nächsten Morgen mit dem Weitwinkelobjektiv aufgenommen.

Fassen wir es kurz: auf dem Foto fällt es aufgrund der Weitwinkelperspektive nicht so auf, aber das Zimmer war sehr eng. Und die Balken ragten ins Zimmer hinein, auch links in der Ecke über dem Tisch. Und an dem Balken links war dann der Fernseher „montiert“ und blockierte den Durchgang. Da er nur lose auf dem Schwenkarm aufgelegt war (das sahen wir nätürlich erst hinterher), fiel er beim Versuch, ihn wegzuschieben, hinunter und war dann natürlich kaputt. Wir haben das sofort gemeldet, aber das am Wochenende vor Ort befindliche Personal war damit völlig überfordert und wir hörten erstmal nichts mehr. Zwei Wochen nach Ende der Reise kam dann ein Brief von Studiosus, für die Beschädigung wollte das Hotel 200 Euro Ersatz haben. Im weiteren Verlauf der Diskussion verstieg man sich zu der Aussage, man habe das Zimmer 14 Tage nicht vermieten können, bis ein neuer Fernseher beschafft war. Google verrät jedem Interessierten, das ein großer Elektromarkt keine 10 Autominuten vom Hotel entfernt ist …

Kommen wir wieder zu etwas Positivem: Das Abendessen, das gab es im Restaurant Le Quai, gerade mal 100 Meter vom Hotel entfernt, ebenfalls am Flussufer.