Tja, es ist Montag Morgen, und nach dem Tag Zwangspause gestern war der Tag heute voll geplant. Erstes und wichtigstes Ziel war es natürlich, einen neuen Reifen zu besorgen.
Der Wecker klingelte also ziemlich früh, und zur Geschäftsöffnung um 8 Uhr standen wir beim nächstgelegenen Reifenhändler vor der Tür. Der nahm sich geschäftig des Problems an, um nach kurzer Zeit festzustellen, das er solch einen Reifen nicht da hatte. Aber auch kein Problem, mit „let me make a call for you…“ ging er zum Telefon und rief einen anderen Reifenhändler an. Der hatte einen vorrätig, und wir wurden ein paar hundert Meter die Straße hinauf geschickt. Dort gab es tatsächlich einen Reifen, der in Windeseile auf die Felge montiert wurde, und nach gerademal einer halben Stunde fuhren wir wieder vor dem Hotel vor und gingen erstmal frühstücken.
So um 9 Uhr machten wir uns dann auf die echte Tagesetappe. Das war eine Zusammenfassung der für gestern und heute geplanten Aktivitäten. Als erstes ging es auf die Halbinsel, aber nicht bis zum Ende, sondern bis Calumet, einer Art bewohnte Geisterstadt. Wie alle Orte hier war der Ort früher viel größer gewesen.
Zwei Fotos vom Weg dahin, von der Fahrt duch Hancock auf der anderen Seite des Kanals.
Bis Calumet ist es nur eine halbe Stunde zu fahren, wir fanden problemlos einen Parkplatz und machten uns daran, zu Fuß die Stadt zu erkunden.
Als Exkurs hier mal das Original eines meiner Fotos von einem Geschäftshaus in Calumet. Total überbelichtet. Bei den Kamera Fotos bleibt es daher erstmal bei schwarz-weiss.

Wir parkten in der Nähe dieser Kneipe, in die wir uns wohl nie hineingetraut hätten. Der Inhaber sah uns aber mit den Kameras und sprach uns an. Woher wir wären, und seine Kneipe hätte eine echt historische Innenausstattung, wir sollten sie uns mal anschauen. In Köln war er übrigens auch schon mal gewesen.


Weitere Eindrücke aus Calumet:








Nach etwa einstündigem Rundgang fuhren wir weiter, d..h. zunächst mal wieder zurück nach Houghton, und dann über mehr landeinwärts gelegene Strecken nach Marquette, wieder am Ufer des Lake Superior.
Hier fiel mir dann endlich auf, das die Kamera falsch eingestellt war. Ab jetzt sind die Fotos wieder farbig. Wir parkten auf der Hauptstraße (Washington Street) ca. einen Kilometer vom Zentrum entfernt und gingen bis zum See und wieder zurück. Am See hatten wir mal einen richtigen Lunch in einem Restaurant.
Geschäfte entlang der Washington Street:
Am See. Auch hier schwimmt noch Eis auf dem Wasser:
Und wieder zurück entlang der Washington Street.

Nach 14 Uhr ging es mit dem Auto weiter, zunächst noch durch die Stadt in Richtung „Presque Isle Park“, wo wir auch am Kraftwerk vorbeikamen.

Die letzte Etappe führte südwärts über die „Upper Peninsula“ genannte Halbinsel an den Lake Michigan nach Escanaba. Nach dem Besuch Marquettes fing es an zu regnen, und so machte dieser Ort einen eher trostlosen Eindruck. Ankunft war gegen16 Uhr. Unser Hotel war ein Best Western (Pioneer Inn & Suites) etwas ausserhalb der Stadt, und wie alle Best Western in denen wir in den letzten Jahren Jahren übernachtet haben, viel es im Vergleich zu den anderen Hotels doch deutlich ab (Anmerkung 2017: Inzwischen hat das Hotel die Kette gewechselt und ist nun ein „Magnuson Hotel“, ob es dadurch besser geworden ist weiss ich natürlich nicht.
Zwei Fotos aus dem Hotel:
In Erinnerung ist mir noch eine Diskussion mit dem Empfangsmitarbeiter, da sämtliche deutschen Internetseiten gesperrt waren. Die Sperre hat man dann allerdings ausgeschaltet.
Wir machten eine Rundfahrt durch den Ort, fanden dort aber nichts sinnvolles und fuhren wieder zum Hotel zurück, wo wir dann auch in der Bar Pizza gegessen haben.
gefahren: 212 Meilen